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Erstellung von Volumes am NAS – wie funktioniert die Partitionierung?

Synology Nas-ServerRichten Anwender ihren NAS-Server ein, benötigen sie Festplatten. Diese unterteilen sie in Volumes. Die Partitionen erstellen sie im Betriebssystem ihres Computers. Der Prozess nimmt wenige Minuten in Anspruch. Wie viele dieser „Teilbereiche des Speichers“ Sie benötigen, hängt von mehreren Faktoren ab. Richten Sie viele Volumes ein, kommt es auf die Dauer zu Problemen. Unter Umständen gerät eine der Partitionen an ihre Kapazitätsgrenzen. Das vermeiden Sie, indem Sie vor dem Erstellen dieser „Teilspeicher“ über die zukünftige Speicherauslastung nachdenken. Alternativ besteht die Möglichkeit, Volumes mit wenigen Klicks zu entfernen.

Wobei handelt es sich bei den Volumes?

Erstellung von Volumes am NAS – wie funktioniert die Partitionierung?Volumes – teilweise als Volumen bezeichnet – bezeichnen im NAS-Fachjargon Partitionen der Festplatten. Ein Volume fungiert als Abschnitt des Speichermediums mit festgelegter Größe. Auf diesem speichern Sie:

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  • Dokumente
  • Fotos
  • Musik
  • Videos

Bei einer Festplatte weisen Sie nicht zwingend die Gesamtkapazität als Volume zu. Verfügt Ihr NAS-Modell über eine Speicherkapazität von 4 TB, nutzen Sie beispielsweise 2 TB als Partition. Dient der NAS-Server vorrangig als Datenspeicher, ergibt es Sinn, den gesamten Speicher in Segmente zu unterteilen. Das erleichtert Ihnen die Organisation Ihrer Dateien. Die Mehrzahl der NAS-Anbieter bieten zu dem Zweck Ordnerstrukturen an.

Innerhalb eines Volumes erstellen Sie diese Ordner, um Daten zu verwalten und beispielsweise Berufliches und Privates zu trennen. Ein einzelnes Volume für Filme oder Fotos zu eröffnen lohnt sich, sofern Sie sich als Influencer oder Hobbyfotograf betätigen. Für den Privatgebrauch empfiehlt sich diese Partition nicht. Benutzen Sie für Ihren NAS kleine Festplatten – bis 3 TB – reicht eine Einteilung in zwei Volumes. Bei großen Speichermedien:

  • 4 TB
  • 5 TB
  • 6 TB
  • 8 TB
  • 10 TB

eignen sich mehrere Volumes. Das Partitionieren ermöglicht es, die Festplatte sinnvoll einzuteilen. Bei einem Speicher von 6 TB nutzen Sie 4 TB für private Dateien. 2 TB stellen Sie für Back-ups bereit.

Das Erstellen von Volumes geht mit Vor- und Nachteilen einher:

  • Die Einrichtung funktioniert schnell und unkompliziert.
  • Sie profitieren von einem dynamischen Zugriff auf den Speicherplatz.
  • Volumes eignen sich für Einsteiger und erfahrene NAS-Nutzer.
  • Die Partitionen sind bei SSD- und HDD-Festplatten einstellbar.
  • Volumes ermöglichen teilweise wenig individuelle Einstellungen.
  • Verschiedene Volumes ergeben ausschließlich für unterschiedliche Verwendungszwecke Sinn.

TIPP: Erstellen Sie unterschiedliche Volumes, wenn sich ihr Einsatzzweck voneinander unterscheidet. Beispielsweise richten Sie einen Speicherbereich für private Daten einen, einen zweiten für die Sicherung von Bildern und Videos aus der Überwachungskamera. Der dritte Bereich eignet sich für ein Back-up. Für kleine organisatorische Aufgaben empfiehlt sich die Ordnerstruktur innerhalb der Partitionen.

Viele Volumes bringen viele Probleme mit sich

Nutzen Sie den NAS für den privaten Bereich, fehlt es teilweise an einer zukunftsorientierten Planung der Speicherauslastung. Zu einem späteren Zeitpunkt stehen Sie unter Umständen vor dem Problem, dass ein „ungenutztes“ Volume Speicherkapazität wegnimmt. Bedenken Sie, dass sich der Speicherverbrauch in mehreren Monaten oder Jahren schlecht vorhersagen lässt. Durch das Erstellen mehrerer Speicherbereiche „verschenken“ Sie Speicherplatz oder riskieren eine unübersichtliche Datenorganisation. Befindet sich auf der Festplatte ein Speicherbereich mit freier Kapazität, besteht die Chance, Volumengrößen zu verschieben. Der Prozess geht mit Risiken im Hinblick auf die Datensicherheit einher. Des Weiteren rechnen Sie mit einem hohen Zeitaufwand. Aus dem Grund empfiehlt es sich, Festplatten von vornherein nur in Volumes, die Sie brauchen, zu unterteilen.

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In vier Schritten ein Volume am NAS erstellen

Entscheiden Sie sich, Ihre Festplatte in mehrere Speicherbereiche zu teilen, gelingt das innerhalb kurzer Zeit. Welche Schritte Sie vornehmen, unterscheidet sich bei den Betriebssystemen der NAS-Anbieter. Die folgende Übersicht richtet sich an Besitzer eines Synology-NAS:

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Schritt Hinweise
Schritt 1 Drücken Sie in der Web-Oberfläche des Disk Station Manager auf das Hauptmenü und öffnen Sie den Speicher-Manager.
Schritt 2 Eine Übersicht zeigt Ihnen die Auslastung vorhandener Volumes. Standardmäßig sehen Sie pro Festplatte ein Volume.
Schritt 3 Um ein neues Volume zu erstellen, klicken Sie im Menü auf den gleichnamigen Button. Sobald Sie diesen anklicken, sehen Sie einen weiteren Button namens „Erstellen“. Befindet sich im NAS-Server keine Festplatte mit freier Speicherkapazität, erscheint er nicht.
Schritt 4 Im letzten Schritt entscheiden Sie, ob Sie das Volume schnell oder benutzerdefiniert generieren.

Für einfache Anwendungszwecke reicht das „schnelle“ Erstellen des Speicherbereichs aus. Aus der verbauten Festplatte entwickelt sich ein Volume im SHR-RAID. SHR – Synology Hybrid RAID – bezeichnet eine Methode, um Kapazitätszuweisung und Performance den eigenen Ansprüchen entsprechend zu optimieren. Das „schnelle“ Generieren der Partitionen eignet sich für Einsteiger. Es stehen keine tief greifenden Optionen zur Auswahl, sodass keine Fehlentscheidungen drohen. Wünschen Sie sich eine benutzerdefinierte Erstellung eines Volumes, wählen Sie die gleichnamige Einrichtungsmöglichkeit. Bei dieser wählen Sie aus, welches RAID-System Sie einsetzen.

Verfügt der Netzwerkserver über zwei oder mehrere Festplatten, definieren Sie, wie Sie diese verwalten. Unabhängig von Ihrer Auswahl kommt das Dateisystem EXT4 zum Einsatz. Generieren Sie die Speicherpartitionen eigenständig, richten Sie auf einer einzigen Festplatte mehrere Volumes ein. Wie sinnvoll sich dieser Schritt erweist, hängt von Ihrem Datenvolumen und Ihrer Datenorganisation ab. Bei der benutzerdefinierten Einstellung erweitern Sie auf Wunsch ein Volume. Zu dem Zweck rufen Sie den Speicher Manager auf und drücken auf den Button „Speicherplatz“. Um die Datenverwaltungsseite aufzurufen, klicken Sie zweimal auf die zu erweiternde Partition. Sobald Sie auf „Volume expandieren“ drücken, geben Sie die gewünschte Kapazität ein. Alternativ wählen Sie die Option „auf Maximum setzen“.

TIPP: Um ein Volume zu löschen, rufen Sie den Speicher-Manager auf. In der Unterkategorie „Speicherplatz“ wählen Sie den zu entfernenden Speicherbereich aus. Anschließend erscheint die Datenträgerverwaltungsseite. Sie klicken auf „Entfernen“ und „Übernehmen“, damit dieses verschwindet.

Fazit: Das Einrichten von Volumes fällt nicht schwer

Richten Sie sich mit Volumes auf Ihrem NAS eine ordentliche und übersichtliche Datenstruktur ein. Bei ihnen handelt es sich um Partitionen auf Ihren Festplatten. Um den Speicherbereich zu erstellen, bedarf es weniger Klicks. Bedenken Sie, dass eine übermäßige Anzahl an Volumes die effektive Datenspeicherung einschränkt und zu einem Datenchaos führt.

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Bildnachweise: Adobe Stock / photosis, Amazon / Synology

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